12. CHINATIV Online Forum & Event (Frühlingsfest 2021)

12.CHINATIV Online Forum & Event zum chinesischen Frühlingsfest und Vortrag zum EU-China-Investitionsabkommen am 18.02.2021, 16:00-18:00 Uhr 

Online-Konferenz

Wir feiern ein digitales Frühlingfest mit Vorträgen zum EU-China-Investitionsabkommen!

Das chinesische Neujahr steht vor der Tür; aufgrund der Corona-Pandemie mussten wir unser Frühlingsfest im letzten Jahr absagen. Weil es in dieser Zeit besonders wichtig ist, aufeinander zuzugehen und voneinander zu lernen, veranstalten wir das diesjährige Frühlingsfest digital. Neben virtuellen künstlerischen Darbietungen zur Kultur und Tradition Chinas diskutieren wir  mit deutschen und chinesischen Experten das Thema „EU-China-Investitionsabkommen“. Wir freuen uns über einen interaktiven und spannenden Austausch mit Ihnen

Wir laden Sie herzlich zu unserem 12. CHINATIV Forum und Frühlingsfest ein. Lassen Sie uns auch in schwierigen Zeiten zusammenrücken – „Miteinander – Füreinander“ eben. Wir freuen uns, Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu dürfen!

Konferenzsprache: Deutsch

Zeit: Donnerstag, 18. Februar 2021, 16:00 bis 18:00 Uhr (CEST)

Ort: Online-Konferenz. Die Zugangsdaten zur Konferenz erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn.

Thema:  Event: CHINATIV Frühlingsfest 2021 & Forum: “Das EU-China-Investitionsabkommen: Implikationen für deutsch-chinesische Kooperation in Innovationsbereichen”

Kurzprogramm

1 | 16:00 16:05 (Deutschland) / 23:00 23:05 (China): Start des Forums und kurze Begrüßung
2 | 16:05
16:45 (Deutschland) / 23:05 23:45 (China): Vorträge der Experten
3 | 16:45
17:00 (Deutschland) / 23:45 24:00 (China): Podiumsdiskussion mit allen Expert*innen
4 | 17:00
18:00 (Deutschland) / 24:00 01:00 (China): CHINATIV virtuelles Frühlingsfest (kreative künstlerische Darbietungen + interaktive Aktivitäten)

Referenten und Vorträge

1. Das EU-China-Investitionsabkommen: Ein strategischer Schachzug von Beijing und Brüssel
Prof. Dr. Xuewu Gu, Center for Global Studies (CGS) Bonn / Lehrstuhl für Internationale Beziehungen, Universität Bonn

2. Das EU-China-Investitionsabkommen: Implikationen für deutsch-chinesische Kooperation in Innovationsbereichen – die deutsche Perspektive
Prof. Dr. Dominic Sachsenmaier, Professor für Modernes China mit Schwerpunkt auf Globalhistorischen Perspektiven, Direktor des Ostasiatischen Seminars, Georg-August-Universität Göttingen

Moderation

Prof. Dr. TANG Min, Leiterin, Institute for Creativity & Innovation und das CHINATIV-Projekt, Hochschule für angewandtes Management

Pressemeldung zum 12. CHINATIV Forum & Event (online)

CHINATIV Frühlingsfest am 18. Februar 2021 zum Jahr des Ochsen

Corona bedingt fand die Veranstaltung zum chinesischen Neujahrsfest des CHINATIV-Projektes 2021 online statt: Auf dem digitalen, interaktiven Frühlingsfest am 18.02.21 stand der Wissenserwerb neben einer fröhlichen Feier. Einem einstündigen CHINATIV-Forum zum aktuellen Thema des im Dezember 2020 beschlossenen China-EU-Investitionsabkommen folgte ein virtuelles Frühlingsfest, in dessen Mittelpunkt Kultur und Tradition Chinas stand.

In den Grußworten der Leiterin des CHINATIV-Projektes, Prof. TANG Min, sowie des Hochschulpräsidenten, Prof. Claudius Schikora, wurde die Wichtigkeit betont, den Dialog zwischen beiden Ländern aufrechtzuerhalten.

Den ersten Vortrag des Forums hielt Prof. Gu Xuewu, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Wissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Universität Bonn. Prof.  Gu bezeichnete das Investitionsabkommen als wichtigen politischen Erfolg für China, wie auch für die EU. Wenngleich das Abkommen bislang nur im Grundsatz beschlossen ist, die genauen Inhalte noch ausgehandelt werden müssen, so gehen von ihm klare Signale für einen besseren Investorenschutz, verbesserte Handelsbeziehungen und einen erleichterten Marktzugang aus.

Im zweiten Vortrag reflektierte Prof. Dominic Sachsenmaier, Professor für Modernes China mit Schwerpunkt auf globalhistorischen Perspektiven an der Georg-August-Universität Göttingen, dass durchaus noch Kontroversen bis zur Fertigstellung 2022 zu erwarten sind. Er zeigte auf, dass das Abkommen auf einem chinesischen Gesetz aus dem Jahr 2019 beruht und die Stellung von ausländischen Unternehmen in chinesischen Markt verbessern wird. Das Abkommen beinhaltet Bestimmungen zur Nichtdiskriminierung, so dass künftig inländische Gesetze auch für ausländische Unternehmen gelten werden, wie etwa die Wahl der Rechtsform. Der noch vorherrschenden Meinung, dass eine Kooperation mit China Herausforderungen für den Schutz geistigen Eigentums in sich bringt, stellte Prof. Sachsenmaier den chinesischen Fortschritt in wichtigen Technologie-Bereichen entgegen: Der Schutz geistigen Eigentums liegt inzwischen auch im chinesischen Eigeninteresse. Er betonte auch die Notwendigkeit gut ausgebildeter Managerinnen und Manager, die in der Lage sind, sich in regionalen und lokalen Gegebenheiten in China zurechtzufinden. Bislang findet eine Ausbildung hierfür eher auf der chinesischen Seite statt, weshalb häufig Chinesen als Bindeglieder für die deutsch-chinesische Kooperation agieren.

In der abschließenden Podiumsdiskussion konstatierten beide Professoren, dass aktuell für westliche Länder die Kooperation mit China aus politischen Gründen erschwert ist: „Man braucht schon fast eine Rechtfertigung, warum man mit China kooperiert“, so Prof. Gu. Beide waren sich einig, dass das Abkommen ein richtiger Schritt ist, dieser Stimmung entgegen zu wirken. Vor allem im Innovationsbereich bieten sich für Start-Ups interessante Möglichkeiten durch das Abkommen. Auf chinesischer, wie auf deutscher Seite gibt es viele potenzielle Investoren, die nach Chancen suchen, in innovative ausländische Unternehmen zu investieren. Das Abkommen kann so zum Innovationstreiber werden. Zum Abschluss der Podiumsdiskussion nannten beide strategisches Denken und ein Verständnis der Vorgänge im Land als relevante China-Kompetenzen und wiesen auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit in gemeinsamen Forschungsprojekten hin. Abschließend stellt Prof.  Sachsenmaier heraus, dass es in Deutschland und auch der europäischen Union viel zu wenig China Expertinnen und Experten gibt, was der enormen wirtschaftlichen Bedeutung Chinas nicht gerecht wird.

Im Anschluss an das CHINATIV-Forum fand das virtuelle Frühlingsfest statt, in der gemeinsam und interaktiv das chinesische neue Jahr gefeiert wurde. Moderiert von HAM-Studentin Sofie Quach begann die Veranstaltung mit einem kreativen Begrüßungsvideo, in dem das CHINATIV-Team auf bayerisch, deutsch und chinesisch den Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein frohes neues Jahr des Ochsens wünschte.

Nach einem interaktiven Video-Quiz lauschten die Zuschauer den ersten künstlerischen Darbietungen. Frau YE Xing und Frau XU Ping führten mit dem traditionellen chinesischen Instrument „Pipa“, das bereits über tausend Jahre alt ist, kombiniert mit einer modernen RAV-Drum das Stück „Pipa Yu“ auf.

Die zweite Live-Darbietung, in der ebenfalls eine Pipa zu hören war, fand durch Frau YE Xing statt, die in dem Stück „Liang Zhu“ am Klavier durch Stefan Liu begleitet wurde. Das Stück erzählt die Geschichte eines Liebespaars, dass an Romeo und Julia erinnert. Nach dieser stimmungsvollen und bewegenden musikalischen Einlage war es wieder Zeit für ein interaktives Spiel. Zuschauerinnen und Zuschauer hatten die Aufgabe, in einem 3-minütigen Suchspiel möglichst viele chinesische Gegenstände zu finden und dem Publikum zu präsentieren. Ein gelungener interaktiver Teil, der dem Publikum viel Freude bereitete und eine willkommene Abwechslung zu den sonst eher statischen Online-Veranstaltungen bot. Im Anschluss sang die siebenjährige Pauline Kramm, die erst seit zwei Jahren chinesisch lernt dem Publikum drei chinesische Kinderlieder und erklärte anschließend die Inhalte dieser Gesänge in fließendem Chinesisch.

 

Im letzten interaktiven Spiel hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgabe, Begriffe zu erraten, die eine Teilnehmerinnen via Whiteboard zeichnete. Der letzte künstlerische Beitrag der Veranstaltung war ein traditioneller und kreativer chinesischer Tanz, durchgeführt von Frau ZHOU Min und Alexander Germann, die damit die Teilnehmer*innen noch einmal tief in die chinesische Kultur eintauchen ließen. Zum Abschluss gab es ein Gruppenfoto mit chinesischem Scherenschnitt, den die Teilnehmer*innen in die Kamera hielten.

Die gelungene, inspirierende und wohltuende Veranstaltung zeigte, dass es in Krisenzeiten vor allem darauf ankommt, zusammenzurücken und sich auszutauschen. Die gemeinsame Wertschätzung der anderen Kultur und den damit verbundenen Traditionen sind dabei eine wichtige Grundlage und Voraussetzung, um aufeinander zu zugehen. Den Teilnehmer*innen hat man angemerkt, dass in dieser Zeit eine entspannte, interaktive und vorurteilsfreie Atmosphäre ein wichtiger Teil der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit und Freundschaf ist.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen sowie unserem Team für die tolle Organisation und freue uns auf die nächsten CHINATIV-Veranstaltungen im Juni 2021.

Impressionen zum 12.CHINATIV Forum (online)